Stadthalle neu denken! Neubau statt Sanierung
Bad Godesberg ist ein Stadtbezirk mit 82.000 Einwohnern, der dringend der Förderung bedarf. Viele für Bad Godesberg und von der Bevölkerung in den letzten zehn Jahren geforderte wichtige Projekte stehen auf der Kippe, wie z.B. der Theaterbetrieb oder die Innenstadtsanierung, kommen seit zehn Jahren nicht voran, wie der Hochwasserschutz am Godesberger Bach, oder sind jüngst gescheitert, wie die Ansiedlung eines Studiengangs der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Angesichts der dramatischen Haushaltslage der Bundesstadt Bonn, die auch Bad Godesberg nicht verschont, sowie der enormen Explosion der vorgesehenen Kosten für die denkmalgerechte Sanierung der Stadthalle (von zuletzt rund 70 Millionen auf über 140 Millionen Euro), spricht sich der Kreisverband dafür aus, für die Zukunft des Standortes der alten Stadthalle neue Wege zu gehen. Eine weitere Passivität der Verwaltung ist nicht tolerierbar. Stattdessen muss mit Hochdruck, insbesondere und zuvorderst durch das Amt für Wirtschaftsförderung, ein Standortkonzept entwickelt werden, damit Bad Godesberg neue Perspektiven und Funktionen erhält. Dieser Aufgabe muss sich die Verwaltung unverzüglich und mit hohem Ressourceneinsatz widmen.
Bad Godesberg braucht einen Neubau, und zwar so schnell wie möglich. Nicht nur brauchen die zahlreichen Vereine und der Karneval einen festen Ankerpunkt in der Stadtmitte, sondern auch die Nutzung als überregional bekannter und geschätzter Kongressstandort in Top-Lage und mit bester Anbindung muss unbedingt wieder möglich sein. Der Zustand, der seit rund 6 Jahren vorherrscht, ist nicht akzeptabel. In diesem Sinne muss nun eine möglichst schnelle und dabei auch kosteneffiziente Lösung für den Standort der jetzigen Stadthalle gefunden werden. Da die denkmalgerechte Sanierung bereits zu einer Explosion der Kosten von ursprünglich rund 40 auf nun über 140 Millionen Euro geführt hat, muss ein zweites Beethovenhallen-Desaster unbedingt vermieden werden. Statt der Sanierung setzt sich der Kreisverband der FDP Bonn daher dafür ein, den jetzigen Standort in Kooperation mit der Privatwirtschaft neu zu erschließen. Hierbei bieten sich gleichfalls sehr viele Chancen für die Unterbringung vieler bezirklicher Einrichtungen und für die Weiterentwicklung unseres Stadtbezirks. Das Anforderungsprofil was hierbei erfüllt werden soll, umfasst wenigstens:
- Angemessene Partizipation Bad Godesbergs am Tourismusaufkommen Bonns,
- Räumlichkeiten für Kongresse und Hauptversammlungen in Ergänzung und Kooperation mit dem WCCB,
- Räumlichkeiten für Eigentümerversammlungen etc.,
- Räumlichkeiten für Vereinstreffen,
- Räumlichkeiten für Karnevalsveranstaltungen,
- Räumlichkeiten für Familienfeierlichkeiten,
- Erhalt des Eigentums am Grundstück mittels Erbpacht
Der Kreisvorstand wird sich bei den Mandatsträgern auf Bezirks- und Kreisebene mit Nachdruck für eine schnellstmögliche Lösung im Sinne des Antrags einsetzen.